Teil 2 – ab 2005

Tag der offenen Tür am 21.08.2005

Es war uns ein Anliegen der Bevölkerung unsere Renovierungsarbeiten von gezählten 7.600 Stunden der letzten 3 Jahre zu präsentieren. Es konnte ein Schulungsraum mit Platz für notwendige Nachbesprechungen nach Einsätzen speziell in der Nacht, ein Lager mit Werkstätte sowie der Mannschaftsraum, Fahrzeughalle mit neuem Tor geschaffen werden.

Der Beginn wurde mit einer Messe im Gemeinschaftshaus durchgeführt.

Mit einem Rundgang im Rüsthaus, der Defibrillatorvorführung durch das Rote Kreuz und der Präsentation einiger Einsatzbilder aus den vergangenen 110 Jahren ausgearbeitet durch FM Jürgen Böhmer konnte der Tag sehr interessant gestaltet werden.

Im Gedenken

Hauptlöschmeister Heinz Putz seit 1969 Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Passering wurde durch einen tragischen Unfall am 25.11.2005 aus unserer Mitte gerissen.

Er war und bleibt für uns immer als Gruppenkommandant ein Vorbild der Kameradschaft, an Einsatzbereitschaft und Dienst am Nächsten.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Einsatzboot

Durch die verstärkte Anhäufung von Technischen Einsätzen (3 Suchaktionen, Ölwehreinsätze Fahrzeugbergung) im Gurkbereich im Jahre 2005 wurde unser Ansuchen um Anschaffung eines Einsatzbootes, nicht zuletzt durch die Unterstützung von unserem Bezirksfeuerwehrkommandanten Ing. Egon Kaiser und unserem Abschnittsfeuerwehrkommandanten Waldemar Eicher, seitens des Landesfeuerwehrverbandes genehmigt.

Bisher waren solche Einsätze nur durch die Zuhilfenahme von Privatbooten zu bewältigen, wobei die versicherungstechnischen Aspekte für die Feuerwehrmänner nicht geklärt sind (kein Versicherungsschutz). Somit ist diese Anschaffung, auch wenn sie nicht permanent in Gebrauch ist, für die Sicherheit unserer Kameraden und die Schlagkraft unserer Wehr eine absolute Notwendigkeit.

Die Anschaffung und Finanzierung eines Schlauchbootes mit speziell verstärktem Boden in der Höhe von € 2.500,– konnte fast zur Hälfte durch die Spende eines Bankinstitutes finanziert werden. Die erste Probefahrt und Taufe konnte am 01.04.2006 durchgeführt werden.

KAT-Hänger

Für den Transport des Einsatzbootes mit Außenbordmotor wurde außerdem ein KAT-Anhänger am 05.08.2006 angeschafft und vom Kärntner Landesfeuerwehrverband in den Einsatzplan aufgenommen. Zur Ausrüstung des KAT-Anhängers gehören Ölsperren für Ölwehreinsätze, Bindemittel für Verkehrsunfälle, Öl-Wasser-Restlossauger, Schlammpumpe, Notstromaggregat, Planen für Unwettereinsätze, Schanzwerkzeuge und dergleichen.

Die Finanzierung in der Höhe von € 8.200,– wurde großteils aus der Kameradschaftskasse, dank der immer großzügigen Spenden von der Bevölkerung und durch Unterstützung der Gemeinde Kappel am Krappfeld bewerkstelligt. Mit Einsatzboot und KAT – Anhänger können wir in Not und Katastrophenfällen effizienter und schneller vor Ort Hilfe leisten.

Kat-Hänger

Ehrungen

Jänner 2007 – Wir gratulierten zu 60 Jahre Feuerwehrdienst:

Ehrenkommandant OBI Helmuth Böhmer ausgezeichnet mit:

1972 Ehrenzeichen für 25-jährige Tätigkeit
1984 Ehrenzeichen am Band in Bronze des KLFV
1987 Ehrenzeichen für 40-jährige Tätigkeit
1997 Ehrenzeichen für 50-jährige Tätigkeit
1998 Ehrenring der Gemeinde Kappel am Krappfeld

Helmuth Böhmer ist am 01.01.1947 der Freiwilligen Feuerwehr Passering beigetreten, war von 1962 bis 1985 Ortsfeuerwehrkommandant – Stellvertreter und von 1985 bis 1997 Ortsfeuerwehrkommandant sowie Gemeindekommandant – Stellvertreter.

In all den 60 Jahren war und ist OBI Böhmer durch seinen immerwährenden Einsatz ein Vorbild für Jung und Alt in unserer Feuerwehr. Noch heute kontrolliert er täglich das Rüsthaus, Einsatzfahrzeuge und Geräte, damit sie im Ernstfall einsatzbereit sind.

Aufnahme in den Alarmplan des Wasserdienstes

Bei der Wasserdienstsitzung in Lölling am 17.01.2007 wurde die Feuerwehr Passering für die Alarmstufe 1 des Wasserdienstes im Bezirk eingetragen. Dies bedeutet dass unser Einsatzboot nicht nur für die 12,5 km Gurkfluss in der Gemeinde herangezogen wird, sondern im Notfall für den gesamten Bezirk St. Veit alarmiert wird.

Rüsthauszubau

Um den gesetzlichen Standards und den Einsatzanforderungen Folge zu leisten mussten wir das Rüsthaus ausbauen. Es wurde die Fahrzeughalle erweitert, eine Dusche, zwei WC, eine Schmutzschleuse und weitere Einrichtungen eingebaut. Der Umbau ist für die Zukunft und unsere Jugend damit der Schutz und die Hilfe für die Bevölkerung auf Jahre gesichert sind.

Danke für die Unterstützung der Gemeinde Kappel am Krappfeld und den Arbeitseinsatz aller Kameraden.

Vom Spatenstich am 16.05.2007 mit Herrn Bürgermeister Karl Steinberger konnte in nur 3 Wochen das Projekt vom Papier bis zum Richtfest umgesetzt werden. Egal ob Maurerarbeiten, Fliesen legen, Malereien, Installationen usw. alles wurde zu über 90 % von den Kameraden selbst erledigt.

Der Umbau konnte bis dato bei 115 Arbeitseinsätzen mit 420 Kameraden und 1.705 Stunden so gut wie abgeschlossen werden. Als Abschluss wurde der Vorplatz mit Beginn am 09.04.2008 von der Gemeinde Kappel am Krappfeld wunderschön neu gestaltet.

Heute können wir mit 34 Aktiven aus 39 Mitgliedern, darunter 15 Fahrer auf zwei Einsatzfahrzeugen sowie 15 Atemschutzträger auf 6 Atemschutzgeräten, stets in kurzer Zeit im Einsatz stehen.

In unser Einsatzgebiet fallen bei einer Gemeindegröße von 49,68 Quadratkilometer Teile der ÖBB-Südbahnstrecke, die Krappfelder-Landesstraße, der Gurkfluss, 1911 Hektar Wald und 36 kleine Ortschaften.

Einsatzgebiet

Heute wo die Technischen Einsätze mit bis zu 80 Prozent überwiegen, wird die Ausbildung zusätzlich zum Standard darauf spezifisch ausgelegt.Übungen mit speziellen Geräten wie Bergetragen für Waagrecht- und Senkrechtbergungen von Verletzten, Bergebrettern, Erste Kurse inklusive Defibrillator, Abseilgeräte, Sicherungen und Ähnliches lassen uns für die Zukunft immer gerüstet sein.

Stand 2008 verfasst von BI Ing. Alfred Becker

120 Jahre FF Passering