Teil 1 –  1895-2005

Im Jahre 1895 wurde die Freiwillige Feuerwehr Passering-Stammersdorf gegründet.

Gründungsmitglieder waren: Götzhaber Alois, Höfferer Gottfried, Kraßnig Thomas, Kaufmann Hans, Rattenberger Anselm, Lindenwirt Peter, Tengg Alois und Waldinger Ludwig.

Unter Kommandant Götzhaber wurde im Jahr 1896 mit dem Zeughausbau begonnen. Mit bescheidensten Mitteln hat man damals gegen die Elemente, Wasser und Feuer gekämpft.

Erst im Jahre 1922 konnte ein Zweispänner mit Handspritze für acht Mann angeschafft werden. Die Pferde für dieses Gespann stellten die Bauern des Dorfes, abwechselnd zur Verfügung. 1929 wurde die erste Motorspritze TSB48 und ein Anhänger angekauft. Das erste Auto, ein Lastauto Steyr 12, wurde im Jahre 1932 eingeweiht. Das Zeughaus musste zur Unterbringung des Fahrzeuges 1933 ausgebaut werden.

Anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten wurde der Bezirksfeuerwehrverbandstag in Passering abgehalten.

Bezirksfeuerwehrtag 1929

Eine schöne Auszeichnung für eine kleine, bescheidene Feuerwehr.
Die erste Sirene wurde auch im selben Jahr angekauft.

Der zweite Weltkrieg hat auch in unserer Wehrgemeinschaft tiefe Spuren hinterlassen, viele Kameraden mussten ihr Leben lassen und waren nur durch den Einsatz Jugendlicher zu kompensieren. Während der Kriegsjahre wurde auch der Doppelname unserer Wehr abgeschafft.

Von der Feuerwehr Friesach wurde 1954 ein Lastauto der Marke Tatra erworben und später 1959 das erste Löschfahrzeug FK1000 in gebrauchtem Zustand gekauft.

1963 wurde die zweite Tragkraftspritze des Typs TSRVW, Viertaktmotor mit zwei Stufen und einer Leistung von 750 Liter pro Minute angeschafft.

Die ersten beiden Funkgeräte wurden unserer Wehr im Jahr 1976 zur Verfügung gestellt.

Durch den Umbau des alten Kinos wurde im Jahr 1977 mit tatkräftiger Mitarbeit unserer Feuerwehrleute das heutige Rüsthaus geschaffen.

Das KLFA Pinzgauer und eine Schlammpumpe bekamen wir im Jahr 1978.

Aus Mitteln der Kameradschaftskasse konnte 1982 das MTF Ford angekauft werden.

Mit der Zunahme der Aufgaben die an die Feuerwehren gestellt wurden, war es notwendig, 1987 eine komplette Atemschutzausrüstung mit drei Geräten zu besorgen.

Um auch nachts völlig einsatzfähig zu sein, wurde 1989 ein Notstromaggregat und im selben Jahr auch eine TS Fox BMW eingestellt. Eine Tauchpumpe mit einem Leistungsvermögen von 480l wurde ebenfalls angeschafft wie 1992 ein Öl und Wasser-Restlossauger.

Durch den Bevölkerungszuwachs und die bauliche Entwicklung in unserer Ortschaft wurden die Aufgaben unserer Wehr entscheidend erweitert. 1995 wurde ein LF Mercedes 714D in Dienst gestellt, und in den darauf folgenden Jahren noch vier weitere Funkgeräte, acht Personenrufempfänger und noch drei Atemschutzgeräte zur Erhöhung unserer Einsatzstärke angeschafft.

Wegen Raummangels wurde in den Jahren 2002 und 2003 von den Kameraden der alte Dachboden des Rüsthauses in einen Schulungsraum, Büro, Lager und Werkstätte umgebaut.

Schulungsraum

In den nun schon bald 110 Jahren ihres Bestandes, hatte die Wehr einige schwere Fabriksbrände in Passering und Pölling , der Burgbrand auf Hochosterwitz 1933 und viele Wirtschaftsgebäudebrände zu bewältigen. Auch bei den Hochwasserkatastrophen im Jahre 1965 konnte Schlimmstes verhindert werden.

260 Männer haben in diesen 110 Jahren freiwillig den Feuerwehrdienst geleistet. Neun Kommandanten und 13 Stellvertreter sind unserer Gemeinschaft in diesem Zeitraum vorgestanden.

Altkommandanten

Stand 2005 verfasst von EOBI Helmuth Böhmer und BI Ing. Alfred Becker

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